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Es geht LOS: Wie zwei junge Menschen durch Losen die Demokratie retten wollen

November 12, 2018

Die Demokratie geht den Bach runter und junge Menschen engagieren sich immer weniger politisch? Käthe und Ilan sind das glänzende Gegenbeispiel. Sie haben die Initiative Es geht LOS gegründet und setzen sich mit dieser für geloste Bürger*innenräte ein. In Folge 22 des Y Politik-Podcasts haben wir mit ihnen unter anderem darüber gesprochen, wieso ein Losverfahren demokratisch sein soll, welche Auswirkungen Losen auf Parlament und politischer Regierungsarbeit hätte und warum sie in Anbetracht der weltweiten politischen Vorgänge überhaupt noch Hoffnung auf Veränderung haben. Tipps für die Gründung einer politischen Initiative haben sie uns auch verraten.


Dieser Artikel bietet nur eine Zusammenfassung. Die vollständigen Argumente hörst du in der Podcast-Folge: hier im Player oder direkt auf Spotify, iTunes, Google Podcast, Deezer und Stitcher.


Es geht Los: Der Plan der Initiative

Unter allen Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland werden 100 Teilnehmende ausgelost. Diese Gruppe trifft sich dann an fünf Wochenenden und arbeitet an möglichen Antworten auf eine politische Fragestellung. Der Austausch wird dabei von einer professionellen Moderation begleitet und findet in wechselnden Kleingruppen statt. Auch Expertinnen und Experten werden eingeladen und angehört. Am Ende der fünf Treffen sollen konkrete politische Handlungsempfehlungen stehen, die an Abgeordnete im Bundestag weitergeleitet werden. Im besten Fall wird durch die Abgeordneten selbst ein entsprechender Gesetzesentwurf in den Bundestag eingebracht und erlassen.

Geniale Idee! @esgeht_los schafft ein Diskussionsforum, mit dem sich Bürger* einfach, effektiv und lösungsorientiert einbringen können – auch ohne Parteibuch und Vollzeiteinsatz. #Demokratie. Interview auf @YPolitik.de Klick um zu Tweeten

Bürger*innenräte als Upgrade für die Demokratie?

Es läuft nicht alles gut in unserer repräsentativen Demokratie (höre dazu unsere erste Folge “Bundestag: Warum wir das Parlament losen statt wählen sollten”). Trotzdem möchte die Initiative Es geht LOS das Parlament nicht mit gelosten Räten ersetzen oder die Parteien als Grundelement politischer Willensbildung in Frage stellen. Die Lücke zwischen der Bevölkerung und der Politik müsse jedoch kleiner werden. Politik soll wieder erlebbar werden und an die Debatten in der Gesellschaft anknüpfen. Diese Lücke soll ein beratendes Gremium, für das jeder Bürger und jede Bürgerin die gleiche Chance hat gelost zu werden, helfen zu schließen.

Wieso Ilan und Käthe etwas ändern wollen und wie sie damit erfolgreich sind

Anstatt von dem aktuellen Zustand der Politik frustriert zu sein, wollen Käthe und Ilan aufzeigen, wie es besser geht. Dabei hilft ihnen vor allem die Zusammenarbeit mit anderen Menschen und Initiativen, die etwas ändern wollen. Den Zuspruch für ihre Idee bekommen sie nicht nur aus ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis, sondern auch von politischen Vordenkerinnen und Multiplikatoren sowie Parteien. Ihr Tipp an alle, die ebenfalls Ideen haben: Sprecht mit Leuten, testet eure Idee und nehmt Hilf an.

Mehr Infos zu Es geht LOS

Mehr Informationen zu Käthes und Ilans Initiative findet ihr auf ihrer Website von Es geht LOS und dem Twitter-Account.

Finanziell unterstützen könnt ihr Es geht los am besten per Crowdfunding auf BetterPlace.

Darüber hinaus suchen sie aktuell ehrenamtliche Unterstützung im Bereich Content Creation. Melde dich, falls du interessiert bist!

Show Notes

  • 01:05

    Was ist ein geloster Bürgerrat und wie funktioniert er?

  • 14:42

    Welche Auswirkungen hätte ein Bürgerrat auf die Demokratie?

  • 29:36

    Was motiviert Katharina Liesenberg und Ilan Siebert, sich zu engagieren?

  • 44:50

    Wie kam es zur Initiative “Es geht los!”?

  • 54:20

    Zugabe: Tipps zum Gründen eines politischen Start-Ups

 

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